Bluthochdruck – was nun?
Ihr Arzt hat bei Ihnen Bluthochdruck festgestellt (in der medizinischen Fachsprache «arterielle Hypertonie» genannt). Ein kleiner Trost: Sie sind mit dieser Diagnose nicht allein. Bluthochdruck ist in unserem Land die häufigste in der Arztpraxis gestellte Diagnose.
Sie haben zwar einen zu hohen Blutdruck, fühlen sich aber nicht krank und haben wahrscheinlich auch keine Beschwerden. Dennoch sollten Sie die Diagnose ernst nehmen. Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für gefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Hirnschlag, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz (Herzschwäche), Durchblutungsstörungen in den Beinen und auch für Nierenversagen und Sehstörungen.
Im Vergleich zu Personen mit normalem Blutdruck erleiden Menschen mit unbehandeltem Bluthochdruck je nach Schweregrad doppelt bis zehnmal so häufig einen Hirnschlag oder Herzinfarkt oder erkranken an Herzinsuffizienz. Diese Krankheiten können das Leben für die Betroffenen und ihre Angehörigen radikal verändern: mehr oder weniger schwere Behinderungen und Einschränkungen oder der (vorzeitige) Tod sind tragische Folgen.
Wird Bluthochdruck hingegen konsequent behandelt und gesenkt, treten diese Komplikationen deutlich seltener auf und viele Folgeerkrankungen und Todesfälle lassen sich vermeiden. Sie können also nur gewinnen, wenn Sie die ärztlichen Empfehlungen befolgen.
Zur Behandlung des essenziellen Bluthochdrucks gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Änderungen des Lebensstils und blutdrucksenkende Medikamente. Bei den meisten Patienten ist es notwendig, beide Methoden einzusetzen.









